Angefeuert von zahlreichen Zuschauern machten sich die Teilnehmer in der Altstadt auf die Strecke. Fotos: Christine Vinçon

Rekordausgabe mit Premiere

„Landshut läuft“ hat so viele Teilnehmer wie noch nie – und erstmals einen „Läufergottesdienst“

Gefragt, warum sie denn bei „Landshut läuft“ mitmache, muss die Achtjährige im orangen T-Shirt nicht lange überlegen: „Weil damit Kindern geholfen wird.“ Zum 13. Mal fand gestern der Benefizlauf des LIONS CLUBS Landshut-Wittelsbach statt. Und einmal mehr vermeldeten die Veranstalter einen Teilnehmerrekord. Rund 3500 Läuferinnen und Läufer machten sich gestern bei optimalen Wetterbedingungen auf die Strecke – gut zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Die meisten Anmeldungen verzeichnete mit genau 1243 der Zehn-Kilometer-Lauf, gefolgt vom Fünf-Kilometer-Lauf mit 1198 Anmeldungen. Auf den Halbmarathon ließen sich 525 Sportler ein, 249 Teilnehmer machten sich auf die Nordic-Walking-Strecke. Außerdem haben in diesem Jahr bei „Landshut läuft“ 152 Schüler (Jahrgänge 2009-2011) und 72 Bambini (Jahrgänge 2012-2014) teilgenommen. Angefeuert wurden die Läufer nicht nur von zahlreichen Zuschauern. Entlang der Strecke spielten unter anderem die Trommler und Pfeiffer der Landshuter Hochzeit sowie eine Samba-Truppe auf.

„AlpenStrand“ gewinnt Team-Cup der LZ

Erstmals fand am Vortag des Laufs ein „Läufergottesdienst“ in St. Martin statt. Was durchaus wörtlich zu verstehen war. Stiftspropst Franz-Joseph Baur hatte sich unter den biblischen Ostergeschichten die Erzählung eines Wettlaufs herausgesucht. Jene nämlich, in der Petrus und Johannes zum aufgebrochenen Grab Jesu eilten. Obwohl Johannes schneller war, lässt er Petrus, dem Verlierer des Wettlaufs, den Vortritt. In der Martinskirche nun rannten immer zwei Läufer – angefeuert von den Rufen der Ministranten – vom Haupteingang bis zum Altar. Wobei der Schnellere kurz vor Schluss immer abbremste, um dem Laufpartner den Vortritt zu lassen.

Alles beim Alten blieb am Sonntag, als es um den Team-Cup der Landshuter Zeitung für das teilnehmerstärkste Team ging. Wie bereits im vergangenen Jahr sicherte sich die Mannschaft des Landshuter Outdoor- und Sport-Spezialisten „AlpenStrand“ den mit 1000 Euro dotierten Preis. Mit knapp 400 Läufern brachte „AlpenStrand“ fast doppelt so viele Teilnehmer an den Start wie das Team BMW, das in den Jahren zuvor auf den Titel abonniert war. „AlpenStrand“-Geschäftsführerin Katja Mendel verkündete bereits bei der Siegerehrung, dass das Preisgeld – um satte 550 Euro aufgestockt – Hilfsprojekten zugute kommen soll, unter anderem auch der OB-Direkthilfe.

Der Erlös von „Landshut läuft“ kommt – wie eingangs bereits erwähnt – Projekten zugute, die direkt oder indirekt Kinder und Jugendliche in der Region unterstützen, wie zum Beispiel der Suchtprävention im Landshuter Netzwerk, der „Harlekin“-Nachsorge für früh- und risikogeborene Kinder und ihre Eltern oder den Lese- und Rechenpaten der Fala. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten am Sonntag 300 ehrenamtliche Helfer von THW, Rotem Kreuz und natürlich dem LIONS CLUB Wittelsbach.

Der Verein Freifunk Altdorf hat Teilnehmern und Zuschauern des Laufes in der Nähe des Rathauses überdies freies WLAN zur Verfügung gestellt. -ku-