Fast 3000 Läufer sind es schon, die sich für „Landshut läuft“ angemeldet haben. Bevor es am Sonntag, 28. April, auf die Strecke geht, kann man sich aber noch göttlichen Beistand erbitten. Erstmals gibt es am Vortag des Laufs einen eigenen Läufer-Gottesdienst in der Kirche von St. Martin. Stiftspropst Franz Joseph Baur verspricht schon jetzt: Ein normaler Gottesdienst soll es nicht werden.
Um 17 Uhr beginnt der Gottesdienst und Baur hat für alle Besucher einen wichtigen Hinweis: „Es empfiehlt sich, in bequemen Schuhen zu kommen.“ Es soll nämlich durchaus sportlich zugehen. Baur hat sich dazu eine Bibelstelle ausgesucht, in der es passenderweise ums Laufen geht. Das Neue Testament erzählt vom Wettlauf der Apostel Petrus und Johannes am Ostermorgen zum Grab Jesu, als diese vom leeren Grab erfahren. „Johannes ist der Schnellere, lässt aber Petrus am Grab den Vortritt“, sagt Baur. Für ihn steht diese Erzählung symbolisch für die Bewegung, die nach dem Tod Jesu wieder in die Kirche kam.
In Anlehnung an diesen Wettlauf will der Stiftspropst auch die Gottesdienstteilnehmer zum Laufen animieren. Immer zwei Besucher sollen gemeinsam zum Altar laufen, um dort das Altartuch zu berühren. Das stehe symbolisch für das Grabtuch Jesu und erinnere stets daran, dass der Leib Christi auferstanden sei, so Baur, der sich auf den Gottesdienst schon freut: „Ich glaube, dass das sehr schön wird.“
Um möglichst vielen die Teilnahme am Gottesdienst zu ermöglichen, wird auf eine Eucharistie verzichtet. Stattdessen wird es einen Wortgottesdienst geben, um dem Ganzen einen überkonfessionellen Charakter zu geben. Mitlaufen wird Stiftspropst Baur bei „Landshut läuft“ nicht. Es ist nicht mal sicher, ob er überhaupt dabei sein kann, da er zeitgleich einen Gottesdienst in Heilig Blut hat.
Die Idee für den Läufer-Gottesdienst stammt übrigens vom LIONS CLUB Landshut-Wittelsbach. Nach dem Gottesdienst ist noch ausreichend Zeit für den Check-in, um seine Startunterlagen abzuholen, und für die Pasta Party. Beides findet ab 18 Uhr am Rathaus in der Altstadt statt. -sj-