Die Kinder traten beim 600- oder 1.200-Meter-Lauf an. Die jüngste Teilnehmerin war vier Jahre alt.

So lief Landshut

Der Benefizlauf „Landshut läuft“ fand dieses Jahr zum 18. Mal statt. Von knappen Rennen, Partystimmung und idealen Bedingungen.

Von Clio Sailer

Landshut war am Sonntag schnell unterwegs. 4.200 Läufer zeigten bei „Landshut läuft“, wie schnell sie auf fünf, zehn und 21 Kilometern sind. Die Veranstaltung war dieses Jahr so schnell ausgebucht wie noch nie. Veranstaltet wird „Landshut läuft“ vom LIONS CLUB Landshut-Wittelsbach. Die Startgelder sollen an soziale Projekte für Kinder und Jugendliche in der Region gespendet werden.

Angeboten wurden Distanzen von fünf und zehn Kilometern sowie ein Halbma­rathon. Wer nicht laufen wollte, konnte beim Nordic Walking über fünf Kilometer starten. Für Kinder wurden Läufe über 600 und 1.200 Meter angeboten. Start und Ziel waren für alle Strecken vor dem Landshuter Rathaus.

Zehn Grad und Wolken sahen nicht gerade einladend aus. Laut Daniela Rech vom LIONS CLUB Landshut-Wittelsbach, die das Organi­sa­ti­onsteam leitet, war das Wetter für die Läufer aber ideal – nicht zu heiß und nicht zu kalt. Die Stimmung war auch unter den Zuschauern ausgelassen. Vor dem Ziel und entlang der Strecke wurde kräftig angefeuert, Cafés in der Altstadt und an der Isar waren gut besucht. Wegen der lauten Musik glich die Altstadt vom Vormittag bis in den frühen Nachmittag einer Partymeile.

Maskottchen „Leo“ feuerte die Läufer beim Zieleinlauf an. Die älteste Teilnehmerin war dieses Jahr eine 92-jährige Nordic Walkerin, die jüngste Teilnehmerin nahm im Alter von vier Jahren am Bambini-Lauf teil.

Nur zwölf Sekunden Unterschied

Als Erstes starteten die Kinder mit dem 600 Meter Lauf um 9 Uhr. Als Letztes gingen um 12.30 Uhr die Zehn-Kilometer-Läufer an den Start. Dieses Jahr gab es bei der Organi­sation eine Neuerung für die Läufer, erklärte Rech. Pro Disziplin gab es mehrere Startblöcke, um die Teilnehmer zu entzerren und die Strecke nicht zu überfüllen. Das habe dieses Jahr auch sehr gut funktioniert.

Um 10.45 Uhr kam der erste Halbma­ra­thon­läufer nach nur einer Stunde und 15 Minuten ins Ziel, der Zweitplat­zierte folgte nur zwölf Sekunden später. Die schnellste Läuferin auf der Halbma­ra­thon­distanz brauchte knapp 83 Minuten ins Ziel.

Für die Fünf-Kilometer-Distanz brauchten der schnellste Mann und die schnellste Frau nur etwa 16 beziehungsweise knapp 19 Minuten. Der Rekord für zehn Kilometer lag an diesem Sonntag bei den Männern bei 31 Minuten und 30 Sekunden und bei den Frauen bei 37 Minuten und 30 Sekunden. Der schnellste Walker brauchte knapp 33 Minuten und die schnellste Walkerin knapp 37 Minuten ins Ziel.

Preise gab es bei jeder Distanz für die drei Erstplat­zierten Damen und Herren. Hubert Aiwanger, Staats­mi­nister für Wirtschaft, überreichte die Preise für die Kinder. Er lobte, dass die Veranstalter Kindern so die Freude an Bewegung näher bringen würden. Wer nicht alleine laufen wollte, konnte als Team antreten. Das Team mit den meisten Zielein­läufern bekam den Team-Cup der „Landshuter Zeitung“, der mit 1.000 Euro dotiert ist, verliehen. In diesem Jahr ging der Team-Cup an Mitarbeiter von Dräxlmaier. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten die Teams der Berberhilfe Landshut und des TSV Kronwinkl.

„Landshut läuft“ zählt zu den größten Laufver­an­stal­tungen in Ostbayern. Die Veranstaltung bietet 4.200 Startplätze. Normalerweise konnte man sich am Tag des Laufs noch kurzfristig anmelden, dieses Jahr aber waren schon im März alle Plätze belegt. Dass der Ansturm auf die Startplätze dieses Jahr so groß war, freut die Veranstalter. „Wir sind super zufrieden“, sagte Rech. Nächstes Jahr würde der LIONS CLUB Landshut-Wittelsbach gerne ein paar Hundert Startplätze mehr anbieten. „Damit wir nicht so viele traurige Läufer zurück­lassen“, scherzte Rech.